Die Geschichte des Hauses

Ein wenig Geschichte über das Haus

Die Ferienwohnungen « A l'Ancienne Tannerie » sind auf eine Stelle gebaut worden, an der sich früher eine Gerberei befand. Auf der Mauer am Eingang des Grundstücks auf der Seite der “Rue de Hohengoeft” findet man heute noch das Wappen der Gerber (von 1745) mit den Initialien L.M., zwei gekreuzten Messern und einem Stollpfahl aus dem 18. Jahrhundert. Diese Gerberei lag an einem Bach (dem Kohbach). Sie war anscheinend bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb. Infolge einer Cholera-Epidemie hat der Gemeinderat am 12. September 1849 die Entschlammung des Kohlbachs beschlossen. Wir haben unseren Ferienwohnungen die Namen “Foulon” (Walke) und Lohkäs gegeben. Damit Sie sie besser unterscheiden können, finden Sie auf der Fassade des Hauses zwei Fresken, eine stellt eine Walke dar und die andere einen jungen Mann, der dabei ist, Lohkäse anzufertigen. Aber was bedeuten diese Worte?

 


Der Lohkäs :

Dies ist ein « Käse » aus der Eichenrinde, die für die Gerbung benutzt wurde und nach Ende der Prozesses eingesammelt, sowie in Formen von der Form und Größe eines großen Münsterkäses gestampft wird. Die Lohkäse wurden von dern Kindern in Trockenregale gebracht und nach dem Trocken in einem Schuppen gelagert. Als Vorläufer von Briketts wurden sie im Winter zum Heizen genutzt. Ursprünglich wurde die Rinde mit den Füßen in den Formen eingestampft, woher der Name “Lohkästreppeler” kommt. Dieser Begriff, der der Schimpfname der “Barois” wurde, nahm später die abfällige Bedeutung von Müßiggängern an: das war zweifellos die einzige wenig ermüdende aller Aufgaben, die mit der Gerberei zu tun hatten. In Strasbourg liefen die Lohkäs-Verkäufer die Straßen mit Wagen mit großen Rädern auf und ab, und ein Café im ehemaligen Gerberhaus in der “rue du Bain-aux-Plantes” hat bis 1950 die Tradition dieser Heizungs-Art aufrechterhalten.


Le Foulon / die Walke

Dieses große Fass ersetzt Stück für Stück die Arbeit am Fluss. Es wurde für folgende Arbeitsschritte benutzt : Das Weichen : das ist das Auswaschen der Häute mit klarem lauwarmem Wasser (ca. 30 °C) und einem Weichmittel, das während 5 Stunden im Abstand von 3 bis 6 mal pro Minute durchgeführt wurde. Anschließend das Enthaaren, das darin besteht, die Haut zu spannen und die Haare zu entfernen. Man gibt in die Walke Wasser, Kalk, Sulfur und Sodium. Der Beginn wird « trocken » gemacht, man rührt einige Minuten um die Mittel zu verteilen, dann fügt man sehr langsam das Wasser zu, im Verhältnis von 3x dem Gewicht der Häute nach der Entfleischung. Im Anschluss rührt man die Walke 15 Stunden lang dreimal pro Minute. Die Häute werden anschließend gereinigt und aus der Walke herausgeholt für die Entfleischung (Entfernung von Fleisch- und Fettreste von den Häuten). Dann werden die Häute zurück in die Walke gegeben Der darauffolgende Schritt ist die Entkälkung, die daraus besteht, den Kalk aus der Haut zu entfernen. Man gibt lauwarmes Wasser, Ammoniumsulfat und Metabisulfit hinein, rührt ungefähr 6 Stunden lang und wäscht dann aus. Die Vorbereitung für die Gerbung kann mit einem synthetischen Gerbstoff oder mit Chromsalz durchgeführt werden. Das dauert 3 Stunden oder länger, abhängig von der Dicke. Die Lohgerbung mit Sägemehl des Québracho-Baums (aus Südamerika und sehr reich an Gerbstoff) oder von Mimosen für eine pflanzliche Gerbung. Dieses Vorgehen konnte 15 Stunden dauern, abhängig von der Dicke der Häute. Auswaschen und trocknen : die Häute kommen aus der Walke, werden gewrungen, in den Wind gehängt und getrocknet.


 

ancienne tannerie

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Marie-Pia FICHT  
12 rue de Hohengoeft - 67310 WASSELONNE (France)
e-mail : ancienne.tannerie@gmail.com

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